Gottesdienste 2020

DAS GEMEINDEBÜRO ist  jeden Donnerstag von 10:00 bis 12:00 Uhr geöffnet.

 

Wir bitten aktuell nur in dringenden Angelegenheiten persönlich zu kommen. Bitte nutzen Sie möglichst nur das Telefon.

Herzliche Einladung zur Hausabendmahlsfeier

 

Die Menschen, die in unserer Gemeinde Bischoffen nicht mehr an der gottesdienstlichen Abendmahlsfeier teilnehmen können, sind herzlich eingeladen sich im Gemeindebüro (Tel. 06444-522) zu melden, wenn sie das Hausabendmahl feiern wollen. Wir freuen uns auf ihren Anruf!

 

Gottesdiensttermine

 Aufgrund der Corona Epidemie fallen bis auf weiteres alle Veranstaltungen aus.

 

Das Betrifft auch die Gottesdienste. Besonders an Ostern fällt das schwer. Der Ernst der Lage lässt uns hier keine andere Wahl.

 

 

 

 

 

29.03.2020 Judika

 

Lasst uns gemeinsam
– jeder in seinen vier Wänden –
Gottesdienst feiern:

 

Diesen Text stellen wir auf unserer Gemeinde Internetseite unter
www.kirchengemeinde-bischoffen.de bereit. Woche für Woche wollen wir so einen Gottesdienst zum Feiern in den eigenen vier Wänden zur Verfügung stellen.

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 Wir feiern heute das Fest Judika

Durch seinen Leidensweg dient Jesus Christus den Menschen, indem er ihnen den Weg zu Gott neu eröffnet: In diesem Zusammenhang stehen die Texte des Sonntags. Sie erzählen von Hingabe des Liebsten, Hingabe des Lebens an Gott und die Menschen.

Gehorsam bis zum Tod

„Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.

Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Hiob unverdient in Unglück stürzt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gottes Sohn, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“, bekennt Hiob in tiefster Not. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.

 

Gebet beim
Glockenläuten
am Sonntagmorgen

 

 Vorbereiten

 

Die Glocken läuten.

Überall, wo man sie hören kann, unterbrechen Menschen für einen Augenblick das, was sie gerade tun.

Auch ich lege beiseite, was mich gerade beschäftigt,

und höre auf das Läuten.

Mein Kopf und mein Herz sind trotzdem voll.

Einatmen ... ausatmen ... Alles lassen.

Ich bin hier. Gott ist hier. Das genügt.

Ich bete den Wochenpsalm

 

Ich leihe mir Worte der Psalmbeter aus dem Alten Testament, um mit ihnen zu danken, zu klagen, zu loben.

 

Psalm 43

1.        Schaffe mir Recht, Gott, /
und führe meine Sache wider das treulose Volk
und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

2.        Denn du bist der Gott meiner Stärke:
Warum hast du mich verstoßen?
Warum muss ich so traurig gehen,
wenn mein Feind mich drängt?

3.        Sende dein Licht und deine Wahrheit,
dass sie mich leiten
und bringen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung,

4.        dass ich hineingehe zum Altar Gottes, /
zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,
und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

5.        Was betrübst du dich, meine Seele,
und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott;
denn ich werde ihm noch danken,
dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

 

Anfangen

 

Gebet des Tages:

Richte uns aus, Gott, dass wir dich finden, wo du bist.

Draußen vor dem Tor. Drinnen in unserer Gemeinschaft.

Richte uns auf, Gott, dass wir dich suchen, wo fehlst.

Draußen vor dem Tor. Drinnen in unseren Kirchen,

Zuhause inmitten unseren vier Wänden.

 

Ich höre auf Gottes Worte

 

Evangelium, Epistel, Predigttext –

jeder Sonntag hat seinen Text.

Ich lesen einen oder mehrere Texte

und lasse die Worte auf mich wirken.

Was spricht mich heute an?

Was tröstet mich?

Gibt es einen Gedanken,

der mich durch die Woche begleitet?

 

 

„Menschsein“ - draußen vor dem Tor

Hebräer 13,12–14

 

Pastor Tobias Götting, Johannes-Böse-Weg 24, 22419 Hamburg, mail@tobiasgoetting.de    (Pastoralblätter des Herder Verlags)

 

405 Tage war Dennis Klein mit seiner Filmkamera unterwegs. Über 20 Nationen hat er besucht, mindestens ebenso viele Sprachen gehört. Und neben der Kamera hatte er immer eine ganz besondere Frage im Gepäck: „Was eigentlich macht uns zum Menschen?“

Dennis Klein – als Kind und Jugendlicher verschreckt und verstört durch manch unvorbereitete und unaufgearbeitete Begegnung mit Menschen mit Handicap – stellt sich, nunmehr erwachsen geworden, endlich seiner inzwischen benennbaren Angst vor dem anderen.

Und er hört auf die Fragen, die er in sich trägt: „Wer sind wir füreinander? Was macht uns zum Menschen? Und warum behandelt man Menschen unterschiedlich? Haben nicht alle Menschen die gleichen Bedürfnisse – nach Akzeptanz, nach Respekt, nach Angesehenwerden, nach Liebe? Und haben nicht alle Menschen die gleichen Rechte?“

 

In einem südafrikanischen Township trifft er auf Rethabile. Die junge Frau lebt am Rande des Existenzminimums, und ihr und ihren Freundinnen wird Arbeit verwehrt. Sie alle leben mit körperlichen Beeinträchtigungen. Was kann Dennis da tun? Den Platz hinter der Kamera verlassen, eingreifen? Schon während der Filmemacher ins Geschehen eingreift, stellt er sich die Frage: „Kann das gutgehen?“ Was ist das angemessene, das „gute“, das achtsame Verhalten?

 

Eine andere Begegnung. John ist gehörlos. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis seine Familie akzeptiert hat, dass er damit leben wird. Inzwischen schult er sein Umfeld in Gebärdensprache. Und siehe da: In seinem Betrieb ist John der Kommunikativste!

 

Nur noch schnell ein Foto machen, denkt sich Shruti. Noch ahnt sie nicht, dass sich in wenigen Augenblicken ihr Leben grundlegend ändern wird. Doch auf dem Weg durch das dunkle Treppenhaus findet sie im hintersten Winkel eine zusammengekauerte Gestalt. Kaum mehr als Mensch zu erkennen: Sunali. Versteckt vor den Augen der Welt, fristet sie ihr unbeachtetes Dasein. Sunali hat bis zu diesem Zeitpunkt keine Form der Kommunikation lernen dürfen. Sie weiß nicht, dass die Dinge um sie herum einen Namen haben und welche Bedeutung und Funktion sie haben. Alles das wurde ihr vorenthalten. Sie ist jetzt 16 Jahre alt und hat diesen kleinen Raum noch nie verlassen. Gemeinsam mit Shruti, die sie dort fand, wird Sunali das ändern.

 

Diese und andere Begegnungen rund um den Globus haben den Filmemacher Dennis Klein tief berührt. Sie haben seinen Blick auf die Welt verändert, aber auch seinen Blick auf das Zuhause, in das er nach seiner Reise um die Welt zurückkehren konnte. Denn mitgebracht hat er nicht nur einen sehr besonderen und außergewöhnlichen Dokumentar-Film, sondern unter anderem auch die Erkenntnis, dass es nicht ausreicht, wie am Anfang seiner Reise gedacht, nur die „richtigen Fragen zu stellen“. Es kommt auch darauf an, wie wir sie beantworten.

 

„Menschsein“ – bei uns nebenan

Mein Freund Arnold Schnittger ist früher auch um die Welt gereist. Er war Reisefotograf und arbeitete für unterschiedlichste Auftraggeber. Bis er vor 25 Jahren Vater wurde. Sein Sohn Nico wurde geboren. Nico wurde, wie Arnold manchmal sagt, „ein bisschen schief ins Leben gebaut“. Denn bei der Geburt kam es zu Sauerstoffmangel und Nico ist mehrfach körperlich und geistig schwer gehandicapt.

 

Arnold lebt jetzt mit und für Nico. Und er macht unermüdlich auf die Situation von Eltern mit Handicap-Kindern in Deutschland aufmerksam. Er hat Nico im Rollstuhl von Flensburg bis zum Bodensee, also einmal komplett durch ganz Deutschland, geschoben. Unterwegs hat er Freundschaften geschlossen, Unterstützung erfahren und jede Menge Hindernisse erlebt und Barrieren überwinden müssen. Darüber hat er ein Buch geschrieben: „Ich berühr‘ den Himmel“. Wer es liest, wird berührt von der Kraft, die Arnold aufbringt. Und spürt etwas wie heiligen Zorn, wenn und wo den beiden wie allen Menschen mit Handicap Steine in den Weg gelegt werden.

 

Inzwischen könnte Arnold ein weiteres Buch schreiben. Über den Ärger mit Ämtern und Behörden, die ihn, den rund um die Uhr an 365 Tagen pflegenden Vater, in ungezählten Schreiben auffordern, doch einer Beschäftigung nachzugehen. Über den Ärger mit der Krankenkasse, die sich weigert, einen speziellen Transport-Rollstuhl zu bezahlen, mit dem Nico die Treppen überwinden kann, die zur Wohnung seiner Mutter führen.

Stattdessen, so empfiehlt die Pflegekasse, könne doch jemand aus der Nachbarschaft helfen!

Und das alles vor dem Hintergrund, dass Arnold nur ein geringes Pflegegeld erhält – ein Heimaufenthalt seines Nico käme die Pflegekasse um ein Vielfaches teurer.

 

Arnolds neuester Coup ist die schon über 2.000 Mitglieder zählende facebook-Gruppe „Die Pflegerebellen“. Deren Untertitel lautet: „Wir lassen es nicht mehr zu!“ Wer wissen will, wie es um Inklusion, Teilhabe und einen achtsamen Umgang auf Augenhöhe mit Menschen mit Handicap und ihren An- und Zugehörigen in Deutschland bestellt ist, dem empfehle ich den Blick in die Posts dieser Gruppe im Internet. Erschütternd, aufrüttelnd, fürchterlich, was da zu lesen ist.

 

„Menschsein“ – so macht es Gott

Außen vor – das ist die Situation vieler Menschen mit Handicap weltweit. Und bei uns, vor unserer Haustür. In unserer Stadt. In unserer Gemeinde. Außen vor – das ist die Situation auch vieler Menschen mit psychiatrischen Krankheiten. Außen vor – das ist die Situation mancher Hospize, weil Anwohner doch tatsächlich wegen vorfahrender Leichenwagen geklagt und um den Wert ihrer Immobilie gefürchtet haben.

 

Außen vor – das aber ist genau auch die Form des Menschseins, die Gott für sich selbst gewählt hat. Als sein göttlicher Pro-Test, sein Einstehen für die Würde aller Menschen.

Draußen vor der Stadt hat Jesus, der göttliche Mensch, der menschliche Gott, gelitten. Genau da, wo heute Menschen ausgeschlossen, am Leben und an der Teilhabe gehindert werden. Draußen vor der Stadt hat er – mit einem altertümlichen Wort aus dem Hebräerbrief „seine Schmach getragen“.

Wie tief ist Gott gesunken. Wie hart gefallen. Auf dem Todeshügel sehen wir Gottes „ultima ratio“. Sein leidenschaftlicher Versuch, Menschenschicksale ein für alle Mal zu wenden. Nicht durch immer weitere Opfer. Sondern durch seine Hingabe. Durch sein freiwillig übernommenes Leiden.

Draußen vor der Stadt ist Jesus geschmäht worden, wie Menschen heute beleidigt und entehrt und entwürdigt werden. „Ey, bist du behindert oder was?“ Solche schlimmen Sätze sind vielleicht nur eine moderne Variante dessen, was Menschen damals unter dem Kreuz Jesu, draußen vor der Stadt, gerufen haben. Die Sprache mag verschieden sein, der Inhalt ist geblieben. Schmähungen, entwürdigende Sätze. Was Menschen Menschen antun können, das schreit zum Himmel. Auch heute.

 

„Menschsein“ – wie es sein könnte

Jesu konsequentes Menschsein, sein freiwillig übernommenes Leiden hat verändernde Kraft. Das ist, was der Hebräerbrief so nennt: „Lasst uns zu ihm hinausgehen und seine Schmach tragen.“ Das ist der im wahren Wortsinn „not-wendige“ Aufruf in die Solidarität. Es ist jene Form des Pro-Testes, die Gott bei uns sucht. Das Einstehen für alle, die aus der Gemeinschaft ausgesondert, aussortiert werden, auch heute. Es ist Gottes Einspruch gegen alle Formen der Apartheid, dem Aufteilen der Menschen in oben und unten, in gewollt und nicht gewollt, in „behindert“ und „nicht behindert“. Die Scheren in unseren Köpfen sind längst noch nicht überwunden.

 

Auf dem Weg zu einem Land, in dem alle innerhalb der Stadt ihren Platz haben, unterwegs zu einer Stadt, in der die Stummen ihre Sprache und die Lahmen ihren Tanz gefunden haben werden, haben wir schon manches erreichen können. Das Krankenhaus in meinem Stadtteil heißt heute nicht mehr – wie früher – „Irrenanstalt“. Es ist heute das Krankenhaus für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen. Ein Junge aus dem Umfeld meiner Kirchengemeinde spricht ganz ruhig und selbstverständlich davon, dass „sein Vater sich etwas an der Seele gebrochen habe“. So, wie andere sich eben den Arm brechen. Da sind in der Tat schon Barrieren gefallen.

 

In manchen Restaurants bedienen ausschließlich Menschen mit Handicap. Gerade habe ich so ein Café im Herzen einer Kleinstadt besucht. Wir sind in den Tagen unseres Urlaubs immer wieder dort eingekehrt. Die Bedienenden waren von einer Freundlichkeit, die ihresgleichen sucht. Und sie machen die eminent wichtige Erfahrung, gebraucht zu sein. So sind wir Menschen: Wir wollen Aufgaben haben, gebraucht werden und Sinnvolles tun.

 

Mensch sein – Kirchengemeinden als Orte gemeinsamer Suchbewegungen

Kirchengemeinden könnten Orte sein, an denen wir weitergehen auf dem Weg zu jener Stadt, die der Hebräerbrief die „zukünftige“ nennt. Kirchengemeinden können Suchorte sein oder werden. Wo wir weniger uns ausruhen auf dem, was ist. Wo wir nicht beharren auf dem, was immer schon war. Kirchengemeinden können Suchbewegungen sein. Orte, an denen wir nach mehr Gemeinsamkeit suchen. Orte, an denen Verschiedene sein dürfen – und sich doch auf etwas Gemeinsames beziehen. Ich glaube, solche Orte gibt es insgesamt zu wenige in unserer Gesellschaft. Ich sehe viele Partikularinteressen. Unsere Suchbewegung ist unterwegs zu einer inklusiven Gesellschaft, bei der niemand außen vor sein muss.

 

Für Menschen mit Höreinschränkungen halte ich ausgedruckte Predigten am Eingang vor. Und seit Neuestem gibt es ein paar funkgesteuerte Kopfhörer. Mancher, der in den letzten Jahren nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen mochte, kommt jetzt wieder regelmäßig. Eine Rampe hilft, auch die letzte, bisher unüberwindbare Stufe in der Kirche zu überwinden. So können beim Abendmahl alle dabei sein.

Und sicher gibt es noch viel mehr Ideen. Wir sollten uns davon erzählen. Wie und wo sind bei euch Barrieren gefallen? Was bedeutet Inklusion in der Kirchengemeinde? Eine spannende, wichtige Suchbewegung auf dem Weg zum Menschsein.

 

 

Wir singen ein Lied

 

 

Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht,
ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.
Kyrie eleison, sieh wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

Wollen wir Gott bitten, dass auf unsrer Fahrt
Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt.
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.
 

Denn die Erde klagt uns an bei Tag und Nacht.
Doch der Himmel sagt uns: Alles ist vollbracht.
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

Wollen wir Gott loben, leben aus dem Licht.
Streng ist seine Güte, gnädig sein Gericht.
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.
 

Denn die Erde jagt uns auf den Abgrund zu.
Doch der Himmel fragt uns: Warum zweifelst du?
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.
 

Hart auf deiner Schulter, lag das Kreuz, o Herr,
ward zum Baum des Lebens, ist von Früchten schwer.
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.


 Wir beten

 

Draußen vor dem Tor ist dein Ort, Gott.

Bei jenen, mit denen niemand zusammen sein mag.

Bei denen, die sich selbst nicht mögen.

Mittendrin ist dein Ort, Gott.

Bei allen, die Barrieren wegnehmen und Verschiedenheit nicht nur aushalten, sondern wollen.

Bei allen, die in jedem Menschen sehen können, dass er dir ähnlich sieht.

Draußen vor dem Tor ist dein Ort, Gott.

Bei denen, die in unserem Müll nach Verwertbarem

suchen.

Bei denen, die angeblich nicht zu gebrauchen sind.

Mittendrin ist dein Ort, Gott.


 

 Bei allen, die das Teilen besser lernen wollen

als das Raffen.

Bei allen, die andere fördern

und ihre Gaben entdecken helfen.

 

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

und die Kraft

und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

 

 

Segen

 

 

 

Es segne und behüte uns

 

der allmächtige und barmherzige

 

Gott, + Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Er bewahre uns vor Unheil

 

und führe uns zum ewigen Leben.

 

Amen.

 

 

22.03.2020 Lätare

 

Lasst uns gemeinsam
– jeder in seinen vier Wänden –
Gottesdienst feiern:

 

Hier ein Vorschlag von der Seite
"Kirchenjahr evangelisch.de"

Nach einer Idee von Dr. Johannes Goldenstein (VELKD)

 (überarbeitet und ergänzt von Klaus Daniel)

Diesen Text stellen wir auf unserer Gemeinde Internetseite unter
www.kirchengemeinde-bischoffen.de bereit. Woche für Woche wollen wir so einen Gottesdienst zum Feiern in den eigenen vier Wänden zur Verfügung stellen.

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 Wir feiern heute das Fest Lätare

Lätare – das ist ein kleines Osterfest in der Passionszeit. In den Texten dieses Sonntags ist schon deutlich die Hoffnung auf das neue Leben angelegt, die Ostern zur Vollendung gelangt. Dazu passt das Bild vom Weizenkorn, das in die Erde fallen und sterben muss, um neues Leben hervorzubringen.

 

Gebet beim
Glockenläuten
am Sonntagmorgen

Vorbereiten

 

Die Glocken läuten.

Überall, wo man sie hören kann, unterbrechen Menschen für einen Augenblick das, was sie gerade tun.

Auch ich lege beiseite, was mich gerade beschäftigt,

und höre auf das Läuten.

Mein Kopf und mein Herz sind trotzdem voll.

Einatmen ... ausatmen ... Alles lassen.

Ich bin hier. Gott ist hier. Das genügt.

 

Ich bete den Wochenpsalm

 

Ich leihe mir Worte der Psalmbeter aus dem Alten Testament, um mit ihnen zu danken, zu klagen, zu loben.

 

Psalm 84     Freude am Hause Gottes

1.          Ein Psalm der Korachiter, vorzusingen, auf der Gittit.

2.          Wie lieblich sind deine Wohnungen,
Herr Zebaoth!

3.          Meine Seele verlangt
und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn;
mein Leib und Seele
freuen sich in dem lebendigen Gott.

4.          Der Vogel hat ein Haus gefunden
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen
– deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.

5.          Wohl denen, die in deinem Hause wohnen;
die loben dich immerdar. SELA.

6.          Wohl den Menschen,
die dich für ihre Stärke halten
und von Herzen dir nachwandeln!

7.          Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, /
wird es ihnen zum Quellgrund,
und Frühregen hüllt es in Segen.

8.          Sie gehen von einer Kraft zur andern
und schauen den wahren Gott in Zion.

9.          Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet;
vernimm es, Gott Jakobs! SELA.

10.      Gott, unser Schild, schaue doch;
sieh an das Antlitz deines Gesalbten!

11.      Denn ein Tag in deinen Vorhöfen
ist besser als sonst tausend.
Ich will lieber die Tür hüten
in meines Gottes Hause
als wohnen in den Zelten der Frevler.

12.      Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; /
der Herr gibt Gnade und Ehre.
Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

13.      Herr Zebaoth,
wohl dem Menschen,
der sich auf dich verlässt!

 

Anfangen

 

In deinen Händen, Herr, steht unsere Zeit.

Denke an mich in deiner Gnade.

Erhöre mich und hilf mir.

Amen.

 

Ich höre auf Gottes Worte

 

Evangelium, Epistel, Predigttext –

jeder Sonntag hat seinen Text.

Ich lesen einen oder mehrere Texte

und lasse die Worte auf mich wirken.

Was spricht mich heute an?

Was tröstet mich?

Gibt es einen Gedanken,

der mich durch die Woche begleitet?

 

Johannes 12, 20-24

Die Ankündigung der Verherrlichung

20.      Es waren aber einige Griechen unter denen,
die heraufgekommen waren,
um anzubeten auf dem Fest.

21.      Die traten zu Philippus,
der aus Betsaida in Galiläa war,
und baten ihn und sprachen:
Herr, wir wollen Jesus sehen.

22.      Philippus kommt und sagt es Andreas,
und Andreas und Philippus sagen's Jesus.

23.      Jesus aber antwortete ihnen und sprach:
Die Stunde ist gekommen,
dass der Menschensohn verherrlicht werde.

24.      Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
und erstirbt,
bleibt es allein;
wenn es aber erstirbt,
bringt es viel Frucht.

 

Wir singen ein Lied

 

Singen tut gut.

Ganz gleich,

ob mehrere es tun,

oder ich für mich.

Manchmal reicht es vielleicht schon,

den Liedtext zu lesen

und dabei die Melodie zu summen

oder zu hören.

 

 

Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide

1.     Jesu, meine Freude, /
meines Herzens Weide, /
Jesu, meine Zier,
ach wie lang, ach lange /
ist dem Herzen bange /
und verlangt nach dir!
Gottes Lamm, mein Bräutigam, /
außer dir soll mir auf Erden /
nichts sonst Liebers werden.

 

2.     Unter deinem Schirmen /
bin ich vor den Stürmen /
aller Feinde frei.
Laß den Satan wettern, /
laß die Welt erzittern, /
mir steht Jesus bei.
Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, /
ob gleich Sund und Hölle schrecken, /
Jesus will mich decken.


3.     Trotz dem alten Drachen, /
trotz dem Todesrachen, /
trotz der Furcht dazu!
Tobe, Welt, und springe; /
ich steh hier und singe /
in gar sichrer Ruh.
Gottes Macht hält mich in acht; /
Erd und Abgrund muß verstummen, /
ob sie noch so brummen.


4.     Weg mit allen Schätzen! /
Du bist mein Ergötzen, /
Jesu, meine Lust.
Weg, ihr eitlen Ehren, /
ich mag euch nicht hören, /
bleibt mir unbewußt!
Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod /
soll mich, ob ich viel muß leiden, /
nicht von Jesu scheiden.


 

5.     Gute Nacht, o Wesen, /
das die Welt erlesen, /
mir gefällst du nicht!
Gute Nacht, ihr Sünden, /
bleibet weit dahinten, /
kommt nicht mehr ans Licht!
Gute Nacht, du Stolz und Pracht; /
dir sei ganz, du Lasterleben, /
gute Nacht gegeben!


6.     Weicht, ihr Trauergeister! /
denn mein Freudenmeister, /
Jesus, tritt herein.
Denen, die Gott lieben, /
muß auch ihr Betrüben /
lauter Freude sein.
Duld ich schon hier Spott und Hohn, /
dennoch bleibst du auch im Leide, /
Jesu, meine Freude.

 

 

 

 

Wir beten

 

Jesu, meine Freude.
Wir singen es.
Allein und mit schwacher Stimme -
und sind nicht allein.
Wir singen es.
Getrennt von unseren Freundinnen und Freunden -
und sind nicht allein.
Erbarme dich.

Jesu, meine Freude.
Wir singen es bangen Herzens,
in Sorge um die Kranken -
und sie sind nicht allein.
Wir singen es bangen Herzens,
in Trauer um geliebte Menschen –
und sind nicht allein.
Erbarme dich.

Jesu, meine Freude.
Wir singen es unter deinen Schirmen.
Wir singen es
und bitten um Schutz und Schirm für alle
die pflegen,
die forschen,
die retten.
Wir singen es
und bitten um Frieden
in unserem Land,
bei unseren Nachbarn
in Syrien.
Erbarme dich.

Jesu, meine Freude.
Allein und in dir verbunden singen wir.
Wir singen und loben dich.
Wir singen und beten mit unseren Freundinnen und Freunden.
Wir singen und hoffen für alle,

um die wir Angst haben,
Dir vertrauen wir uns an,
heute, morgen und jeden neuen Tag.
Amen.

 

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel,

so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

und die Kraft

und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

 

 

 

Segen

 

 

 

Es segne und behüte uns

 

der allmächtige und barmherzige

 

Gott, + Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Er bewahre uns vor Unheil

 

und führe uns zum ewigen Leben.

 

Amen.

 

Aktuell

 

Pfarrerin unserer Gemeinde ist Frau Birgit Knöbel-de Felice

Sie ist erreichbar unter

0151-22606240, per Mail bkdf@gmx.de und jeden Donnerstag vormittag von 10:00 Uhr - 12:00 Uhr im Gemeindebüro.

 

 

 

2. Vorsitzender im Kirchenvorstand

Klaus Jürgen Daniel

e-Mail: KJD@ONLINE.DE

Tel. 0179 811 6530